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SSH, VNC & weitere Protokolle

Alles außer RDP: Terminals, VNC, PowerShell-Remoting, Weboberflächen und eigene Programme.

Überblick

ProtokollStandardportUmsetzung
RDP3389eingebettetes mstsc – siehe RDP-Sitzungen
SSH22eingebautes Terminal
Telnet · RAW23eingebautes Terminal
Rlogin513PuTTY, eingebettet
VNC5900eingebauter VNC-Client
PowerShell5985 / 5986Enter-PSSession in eingebetteter Konsole
HTTP · HTTPS80 · 443Standardbrowser
Ext. App–externes Tool, optional eingebettet

SSH

Das eingebaute Terminal emuliert ein farbfähiges xterm-256color und läuft als Tab neben deinen RDP-Sitzungen. Im Formular stehen dir zur Verfügung:

  • Privater Schlüssel (SSH) – Pfad zu einer Schlüsseldatei. Ohne Passwort probiert die App auch die Standardschlüssel aus deinem .ssh-Ordner.
  • Befehl nach dem Verbinden – etwa sudo -i oder tmux attach.
  • Schriftgröße des Terminals und SSH-Agent-Weiterleitung.

Host-Key-Prüfung: Beim ersten Verbinden zeigt die App den Fingerprint des Servers und merkt ihn sich nach deiner Bestätigung. Meldet sich der Server später mit einem anderen Schlüssel, warnt sie deutlich vor einem möglichen Man-in-the-Middle-Angriff, bevor irgendetwas übertragen wird.

Telnet, RAW & Rlogin

  • Telnet meldet sich automatisch an, wenn Zugangsdaten hinterlegt sind und der Server mit login: und Password: fragt – praktisch für Switches und ältere Geräte.
  • RAW öffnet eine nackte TCP-Verbindung, etwa für serielle Konsolenserver.
  • Rlogin läuft über PuTTY im eingebetteten Fenster. Den Pfad zu putty.exe sucht die App selbst oder nimmt ihn aus den Einstellungen; optional verwendest du eine gespeicherte PuTTY-Session.
Telnet, RAW und Rlogin übertragen unverschlüsselt. Nutze sie nur in vertrauenswürdigen Netzen.

Text an mehrere Terminals

Im Kontextmenü eines Terminal-Tabs sendet „Text senden …“ einen Text an diese Sitzung, „Text an alle Terminal-Sitzungen senden …“ denselben Text an alle offenen SSH-, Telnet- und RAW-Sitzungen – etwa um auf mehreren Servern gleichzeitig ein Update anzustoßen.

VNC

Der eingebaute VNC-Client spricht RFB 3.3, 3.7 und 3.8 mit VNC-Authentifizierung oder ohne Passwort. Tastatur, Maus samt Mausrad und die Zwischenablage funktionieren in beide Richtungen. Optionen:

  • An Fenster anpassen – skaliert unter Beibehaltung des Seitenverhältnisses; aus = 1:1 mit Rollbalken. Umschaltbar auch per Skalieren-Knopf.
  • Nur Ansicht – zuschauen, ohne Eingaben zu senden.
  • Gemeinsame Sitzung – andere VNC-Betrachter werden nicht getrennt.
Klassisches VNC verschlüsselt nur die Passwortabfrage, nicht das Bild. Über unsichere Netze gehört es in ein VPN oder einen SSH-Tunnel.

PowerShell

PowerShell-Verbindungen öffnen eine eingebettete Konsole mit Enter-PSSession zum Zielrechner. Port 5985 nutzt WinRM über HTTP, Port 5986 über HTTPS (-UseSSL). Die Zugangsdaten übergibt die App als PSCredential – das Passwort erscheint nicht in der Befehlszeile. Auf dem Ziel muss PowerShell-Remoting aktiviert sein (Enable-PSRemoting).

HTTP & HTTPS

Weboberflächen – Hypervisor, Firewall, Switch, NAS – öffnen im Standardbrowser. Die Adresse setzt sich aus Host, Port und URL-Pfad zusammen, z. B. https://pve.example.com:8006/. Auch das landet im Sitzungsprotokoll.

Externe Anwendung

Mit dem Protokoll Ext. App wird ein externes Tool selbst zur Sitzung – zum Beispiel WinSCP, ein Hersteller-Client oder ein Skript. Ist beim Tool „einbetten“ aktiv, erscheint sein Fenster als Tab; Variablen wie %HOSTNAME% und %USERNAME% füllt die App aus der Verbindung.